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Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Perlen so selten, dass sie nur
von Reichen und Priviligierten erstanden
werden konnten. Erst 1921 wurde auf
der Juwelenbörse in Paris
die erste Zuchtperle angeboten: Der Japa-
ner Mikimoto legte damit nach jahrelangen Versuchen den Grundstein
für
die japanische Perlenzucht.
Auch
Zuchtperlen unterliegen dem gleichen langwierigen, mehrere Jahre
dauernden Wachstumsprozess wie „wild“ gewachsene Perlen. Sie entstehen
auf die gleiche Art wie die Naturperlen, nur wird hier dem Zufall etwas
nach-geholfen und der Muschel von Menschenhand ein Fremdkörper,
ein soge-nannter Kern, eingesetzt. Anschließend kommen
die Muscheln in Netze
und werden im Wasser versenkt.
Täglich
überprüfen die Perlenzüchter die Temperatur und die Qualität des Wassers.
Entsprechend werden dann die Netze positioniert. So ist gewähr-
leistet, dass die Muscheln stets ideale Bedingungen vorfinden. In regelmäßigen
Abständen werden die Muscheln aus dem Wasser geholt, gesäubert und von
Tang befreit. Schließlich, nach Jahren mühevoller Pflege und
wenn die Muschel die natürlichen Gefahren des Meeres überlebt hat, erntet
der
Züchter wunderschöne Perlen.
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