In den Südseegewässern von Burma, Indonesien, Australien, Tahiti, Thailand, Neuguinea und den Philippinen lebt die silberlippige Perlauster, zwischen deren Schalen eine der teuersten aller Zuchtperlen entsteht: die Südsee-Zuchtperle.
Der Schwerpunkt der Züchtung liegt an der Nordküste Australiens, weshalb
diese Perlenart auch Austral-Zuchtperle genannt wird. Sie wird überwiegend
in den Größen über 10 mm gezüchtet und besticht durch ihre Farben. Edles Silbergrau, aber auch rosé, gold, grau oder dunkelgrau kommen vor. Etwa 95% der begehrten schwarzen Südseeperlen kommen aus Tahiti, der Hauptheimat
der schwarzlippigen Perlenauster.








 



Die Akoya-Zuchtperle ist die klassische Form der Zuchtperle. In der Akoya-Muschel wird manuell ein runder Kern aus Perlmutt eingesetzt. Dadurch ist die Form der Perle praktisch vorgegeben. Die meist runden Perlen sind in den Far-
ben weiß, rosé, creme, gold oder grau, auch lichtes grün kommt vor. Die Zucht von großen Perlen über 9 mm Durchmesser ist sehr schwierig. Solche Perlen
sind selten und entsprechend teuer.









 



Im Süßwasser des Biwa-Sees wurden die Biwa-Zuchtperlen ursprünglich gezüchtet. Es sind kernlose Perlen, die durch das Einpflanzen von Fremdge-webeteilchen in beide Hälften des Mantelgewebes der Biwa-Auster entste-
hen. Durch die unregelmäßigen Teilchen entstehen auch unregelmäßige, bis barock geformte Perlen. Die Farbe ist weiß-rosé, lachs-orange, gold-braun
oder grau. Größere Biwa-Zuchtperlen (über 8 mm Durchmesser) haben einen Kern.









 



Die China-Zuchtperle ist der Biwa-Zuchtperle sehr ähnlich. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der unreglmäßigeren Oberfläche der China-Zucht-
perle und der größeren Farbenvielfalt, die viele zarte Naturfarben umfasst.
Neu sind runde Biwa-Zuchtperlen aus China bis 10 mm.









 



In der Akoya-Auster und der größeren silberlippigen Auster (Südsee) wachsen
im Salzwasser die Keshiperlen heran. Sie entstehen durch Zufall oder wenn die Auster den eingepflanzten Kern abstoßen kann. Zurückbleibende Gewebeteil-chen werden dann mit Perlmutt umkapselt. Dadurch entstehen völlig unregel-mäßige geformte Perlen, die zu phantasievollen Schmuckstücken inspirieren.

Einige Züchter entfernen ein Stück des Mantels und ermöglichen so das Eindrin-gen von Fremdkörpern oder Gewebeteilchen zwischen Mantel und Schale der Auster, die diese Fremdkörper mit Perlmutt ummantelt. So entstehen Keshi-Zucht-perlen.









 



Diese Halbperlen wachsen in einer schwarzgeflügelten Austernart. Sie ent-stehen, wenn eine Hohlhalbkugel zwischen Schale und Mantel der Muschel eingepflanzt wird. Die Hohlhalbkugel wird nach der Ernte durch eine Perlmutt-halbkugel ersetzt. Deshalb haben Mabeperlen auch eine flache Rückseite und sehen manchmal wie halbe Perlen aus.
Auch die schwarzlippige Perlenauster produziert Halbperlen. Der Hohlraum
dieser Perlen wird mit einer Masse aus Muschelstaub und Kunstharz gefüllt
und mit einem passenden Stück der gleichen Austernschale geschlossen.